Sonntag, 24. April 2016

Dieser Blog wird nicht weiter aktualisiert. 

Schau doch mal auf meinem neuen Lifestyle Blog Pintalabios Unlimited vorbei.

Freitag, 21. März 2014

Fluss-Safari auf dem Bentota River

Heute haben wir unseren ersten Ausflug gemacht. Pünktlich um 8h wurden wir von einem Einheimischen abgeholt. Ich war etwas erstaunt, dass es ein klimatisiertes Auto war und kein Tuktuk. ;-) Wir wurden dann zu einem Privat Hotel in Alutgama gebracht, das einen Anleger-Steg für Boote hatte. Das Anwesen war wirklich schön und das Grunstück beeindruckend. Gleich als wir aufstiegen, kreuzte eine kleine Schlage unseren Weg (schwarz, ca. 50 cm lang) und wir wurden einmal mehr daran erinnert, dass wir nicht im europäischen Ausland, sondern in den Tropen waren...
Dann wurden wir zu einem Motorboot gebracht, in dem schon der nächste Einheimische auf uns wartete. Und dann ging die Bootstour los. Der Bootsfahrer erklärte uns in einer Mischerung aus Deutsch und Englisch die Besonder- und Eigenheiten des Flusses und seiner Bewohner. Bereits nach wenigen Minuten fuhr er ganz dicht ans Ufer, um uns einen Waran zu zeigen, der sich gerade auf einem Palmenast sonnte. Und weiter ging es an Villen und Hotels vorbei, unter der ältesten Brücke des Landes, die die Engländer vor über 130 Jahren gebaut hatten, bis ihn zu den Mangroven. Die haben uns echt begeistert. Diese Magroven bestehen aus Bäumen und Sträuchen, die sich an die Lebensbedingungen der Meeresküsten und Flussmündungen angepasst haben, also auch Salzwasser vertragen. Sie bilden quasi eigene kleine Inseln und Küstenabschnitte, denn durch ihre Wurzeln entstehen immer neue Stämme. Das ganze sieht ziemlich abgefahren aus. Unsere Fahrer spannte kurzer Hand das Dach des Bootes ab und fuhr mit uns durch die Mangroven hindurch. Wir fühlten uns wie im tiefsten Urwald und sahen auch einige seltene Vogelarten. Aus den Mangroven heraus, steuerte unser Fahrer gezielt einen kleinen Steg auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses an, der an dieser Stelle so groß war, dass man eher von einem See, als einem Fluss sprechen müsste. Dort wartete bereits ein Einheimischer auf uns, der ein kleines Krokodil in Der Hand hielt. Er kam zu uns ins Boot und wir durften es halten. Gerade mal fünf Monate war das kleine Krokodil-Baby alt und beeindruckte uns dennoch schon enorm. Es war etwas kalt und trotz der Lederhaut merkte man wie es atmet. 




Wir gaben dem Krokodilfänger ein kleines Trinkgeld (was auch so erwartet wurde und für uns auch in Ordnung war). Weiter ging es, den Fluss hinunter. Nach kurzer Zeit hielten wir erneut und wurden von einer singhalesischen Frau im bunten Gewand empfangen, die uns aus dem Boot half und uns stolz ihren Garten zeigte, einfach so. Wir waren total überrascht, dass eine Fluss-Safari auch das Kennenlernen der Menschen, die an dem Ufer des Bentota River leben, umfasste. Sie zeigte uns alles, vom Mangobaum, Ingwer-Gewächsen und Zimt-Bäumchen bis hin zu Orchideen und Kokosnuss-Kunst (u.a Beetbegrenzungen, Blumentöpfe, Seile). Aber auch an wunderschön blühenden Papageienblumen, die es bei uns nur Blumenläden zu ziemlichen hohen Preisen gibt, mangelte es nicht. Am Ende des kleinen Rundgangs, gelangten wir in den kleinen Laden ihres Mannes, der selbst geschnitzte singhalesischen Ritualmasken herstellte und verkaufte. Von Balsa-, Kokosnuss- aber auch Mahagoni-, Teak- und Ebenholz (die drei letzten sollte man jedoch als Tourist lieber nicht exportieren, da diese Holze beim Zoll ausfuhrbeschränkt sind!) hatte er alles auf Lager und daraus neben den Masken auch Buddahfiguren in allen Größen geschnitzt. Wir konnten (und sollten sicherlich auch nicht ;-) nicht widerstehen und kauften uns eine "Schlangenmaske", die laut buddhistischer Sage beschützen soll. Sie wird als Mitbringsel an unserer Wand Zuhause hängen ;-). Dann gab es noch eine Königskokosnuss mit Stohhalm auf die Hand, den kühlen Saft konnten wir dann auf der Rückfahrt genießen. Weitere Bilder folgen noch, da wir nur ein Paar mit dem Handy geschossen haben, unter anderem diesen Schnappschuss:




Donnerstag, 20. März 2014

Ankunft in Sri Lanka

Nach weiteren 4 Stunden Flug und wenig Schlaf landeten wir um 7.30 Uhr Ortzeit in Colombo. Auch die Einreise verlief einwandfrei. Unser Visum, welches wir zuvor online beantragt hatten, wollte irgendwie keiner sehen, anstattdessen benügte man sich mit dem Zettelchen, den wir im Flieger ausfüllen mussten. Sehr nett und modern fand ich, dass uns bei der Passkontrolle eine Handy SIM Karte mit einem Startguthaben von 50 Rupien (25ct) von der Einwanderungsbehörde geschenkt wurde! Mal sehen, ob wir die Karte nutzen und aufladen werden.
Nach dem wir etwas länger am Gepäckband auf unsere Koffer warten mussten, gelangten wir durch eine Art Elektroladen (wer in aller Welt kauft bitte Kühlschränke am Flughafen?) in die Lobby des Flughafens. Hier wehte uns ein angenehmer Duft von Räucherstäbchen in die Nase, der uns noch mehr in Urlaubsstimmung versetzte. Wir tauschten noch schnell einen Teil unserer Euros um und wurden dann auch schon von unserem deutschsprachigen Reiseleiter Silwa abgeholt und zum Shuttle Bus gebracht.



Die Koffer wurden auf den Rückbänken verstaut und los ging die Fahrt. Die Strickjacke, die ich mir beim Verlassen des Flughafens vom Leib gerissen hatte, da mir eine Temperatur von über 30 Grad entgegen schlug, zog ich in dem auf gefühlte 15 Grad herunter gekühlten Wagen schnell wieder an ;-)

Unser Reiseführer entpuppte sich als wandelndes Lexikon, denn er erzählte und erklärte uns während der Fahrt bereits so einiges über Sri Lanka und seine Sehenswürdigkeiten. Der Bus kämpfte sich durch den wuseligen Linksverkehr der Küstenstädte wie Beruwala und Kalutara. Wir sahen bereits viele Tempel und bestaunten die grüne Tropenlandschaft. Wie die Einheimischen hausten, in ihren Hütten an den Straßen, Obst verkaufend und Tuktuk fahrend erstaunte uns jedoch noch mehr. Man hatte ja schon viel in Dokus gesehen und gelesen, aber so eine Lebensweise selbst zu sehen und erleben, ist doch was völlig anderes. 

 
 Fahrt vom Flughafen zum Hotel

Sri Lanka zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und lebt hauptsächlich vom Export von u. a. Kautschuk, Tee und Gewürzen aber auch vom Tourismus. Man wird als Tourist nicht drumrum kommen, sich beim Anblick der Hütten etwas schlecht zu fühlen und spätestens, wenn man in seinen Hotel angekommen ist, erscheint die Spanne zwischen Einheimischen und einem selbst riesig. Man kann es letztendlich nur hinnehmen und dankbar sein, dass es einem so gut geht. Die Menschen sind trotz dieser Umstände sehr sehr zuvorkommend und hilfsbereit. Als wir gegen 12 Uhr in unserem Hotel "The Surf" in Bentota (Westküste) ankamen, wurde uns die Tür aufgehalten, die Koffer abgenommen und ein kühler hausgemachter Eistee gereicht. Auch die Dame an der Rezeption war so nett, dass man sie am liebsten in den Arm genommen hätte. Ich brauchte erst mal ein paar Minuten, bis ich mich etwas ordnen konnte und die ganzen neuen Eindrücke etwas verarbeitet hatte. Wir mussten uns noch etwas gedulden, bis wir unser Zimmer beziehen konnten und machten es uns in der Hotel Lounge gemütlich - und siehe da, es gab funktionierendes WLAN! Einfach so! Wir waren nicht nur von dem Hotel sehr angetan, welches einen authentischen singhalesischen Charme versprühte, sondern auch von dieser kleinen technischen Errungenschaft!

 Hotel Lounge

Lange hielt es uns nicht auf den Sofas, denn nach so einem langen Flug und dem vielen Sitzen, hatten wir den Drang uns die Beine zu vertreten. Wir erkundeten unsere Hotelumgebung und den Strand auf den man direkt hinausfiel. Die Hotelanlage ist ein Traum! Nicht zu groß und nicht zu klein, mit 100 Meter Pool, kleinem Pool, Spa für Ayurveda und jede Menge Strand!



Früher als geplant konnten wir dann unser Zimmer beziehen. 'Leider' gab es keine Superior Zimmer mehr, daher bekamen wir ein Deluxe Zimmer ohne Aufpreis! Und Deluxe ist das Zimmer alle Male! Geräumig, elegant und mit direktem Blick aufs Meer! Auch sehr Deluxe finde ich die WLAN Verbindung auf dem Zimmer! Welch Luxus :-D



Nachdem wir unsere Sachen verstaut hatten und unseren Jetlag mit einem kleinen Powernap etwas verbessert hatten, trafen wir uns mit Silwa, dem Reiseführer und handelten mit ihm einige Fahrten aus, die wir in den nächsten Tagen unternehmen werden: Eine Bootstour auf dem Bentota River mit Besichtigung eines Tempels, eine Fahrt in den Süden nach Galle, auf der wir uns neben der Schildkröten Farm auch die Mondstein Mine ansehen werden. Auch eine Zweitagestour ins Bergland nach Kandy werden wir unternehmen und uns dort den Zahntempel, die unzähligen Plantagen und das Elefantenweisenhaus ansehen. Und das ist alles nur grob umschrieben, denn uns erwartet noch viel mehr. Ich bin ganz froh, dass wir einen offiziellen Reiseführer gefunden haben, über den man Ausflüge zu erschwinglichen Preisen buchen kann und dass wir uns keine Beach Boys suchen mussten, die einen durch die Gegend fahren.

Dieser erlebnisreiche Tag wurde dann noch mit einem unglaublich leckeren Abendessen abgeschlossen! Es gab Curry Gerichte in all seinen Formen. Besonders lecker fand ich das Kokos Sambal, welches aus Kokusflocken und Chili bestand, aber auch das Mango Curry war echt lecker. Sowohl mit dem Reiseland als auch mit unserer Hotelauswahl bin ich mehr als zufrieden und sehr gespannt auf die Ausflüge! Also dann Ayubowan (Begrüßung und Abschiedswort auf Singhalesisch, so etwas wie 'gesegneten Weg').




Mittwoch, 19. März 2014

Von Berlin nach Doha

18.03.2014, 9.00 Uhr, Abfahrt

Endlich ist es so weit! Die Koffer sind gepackt und die Vorfreude steigt ins Unermessliche! Endlich endlich geht es los. Nach dem die letzten Wochen wie im Flug vergingen und einiges organisiert werden musste, beginnt unsere Reise. Da es keine Flüge aus Hannover gab, habe wir uns für einen Flug ab Berlin Tegel entschieden. Vorab haben wir uns bei "Dein Stellplatz" einen Parklplatz reserviert, der ist zwar etwas entfernt vom Flughafen, jedoch günstiger als der Parklplatz direkt am Terminal. ;-) Es hat auch alles super geklappt, wir waren pünktlich in Berlin, verluden unsere Koffer in das Shuttle, parkten auf dem Parkdeck und wurden dann direkt zum Abflugterminal gebracht. Die Fahrt dauerte nicht länger als 10 Minuten. Wenn man den Flughafen Tegel so betrachtet, fühlt man sich kurz in die 1970er Jahre zurückversetzt. Denn die Dimesionen des heutigen Reiseaufkommens sprengt jegliche Vorstellungen der damaligen Architekten des Flughafens. Sagen wir mal so; für einen Hauptstadtflughafen, ist dieser echt niedlich und wirklich klein. Kein Vergleich zu Frankfurt! Man kann nur abwarten bis der neue BER Flughafen seine Pforten öffnen wird und unsere Haupstadt einen ihren gebührenden Flughafen bekommt. ;-) Der Charme des Tegel Aiports in dennoch nicht von der Hand zu weisen.

14.00h, Boarding in Berlin Tegel 


 Kurz vorm Boarding in Berlin.


Es hat auch alles wunderbar geklappt; der Check in, die Handgepäckkontrolle, das Boarding. Alles gut. Bei manchem Inlands- und Europaflug wurde ich härter kontrolliert als heute! Wir fliegen mit Qatar Airways, einem 8-reihigem Airbus...die Nummer weiß ich nicht, ist wahrscheinlich auch eher für die Herren der Schöpfung relevant...Ah, jetzt kommt gerade der Hinweis meines charmanten Begleiters, es würde sich um einen Airbus A330 handeln ;-). 




Und ich muss sagen, mit der Airline ( angegeben als 2.Beste weltweit) bin ich sehr zufrieden. Das Personal ist nett, das Menü (es gab Spätzle mit Hähnchen, also was richtig typisches für eine arabische Airline;-) war lecker und die Zeit vergeht im wahrsten Sinne des Wortes, wie im Flug! 




Die Flugzeit nach Doha (Katar/Arabische Emirate) beträgt insgesamt 5 Stunden (die Flugroute über Iran und Irak fühlte sich ehrlich gesagt etwas komisch an), also noch genug Zeit, sich endlich wieder den Reiseführern und Merian Magazin zu widmen und sich vollends auf den bevorstehenden Urlaub einzustimmen!

22.30h, Landung in Doha, Katar (Ortszeit, MEZ +2 Stunden)

Dann war es endlich so weit, unser Zischenstopp stand an: Doha, Hauptstadt von Katar. Schon in der Lobby des Transferbereichs schlug uns purer Luxus entgegen. Männer in weißen Gewändern und Turbanen schlängelten elegant durch die Menge, überall gab es Luxusgüter wie Uhren, Parfüm und Apple Geräte. Man fühlte sich eher wie in einen teurer Kaufhaus, als auf einem Flughafen! Und ein Losspiel gab es auch, lächerliche 1 Mio. $ und einen Porsche gab es dort zu gewinnen. ;-)




Die Krönung war ja noch das funktionierende WLAN, welches wir kurzerhand nutzten, um mit der Familie via FaceTime zu sprechen. Verrückte Welt! Da standen wir also, in mitten von Scheichs und Goldketten und sahen unsere Liebsten in der Anzeige unseres Smartphones. Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus!



0.50h, Borading für den Flug nach Colombo, Sri Lanka

Nach dieser 'kleinen' Reizüberflutung ging es dann weiter ins nächste Flugzeug, welches uns nach 4 Stunden an unser Reiseziel bringen sollte. Ach, dann wird der Jetlag ja nicht so schlimm, wir können ja im Flieger noch etwas schlafen, während wir der Sonne entgegen fliegen...Naja letztendlich bekamen wir doch nicht so viel Schlaf ab. Man gut, dass wir bei der Landung dann genug Vorfreude-Adrenalin im Blut hatten...

Auf geht's - Sri Lanka wir kommen - Reisevorbereitungen II

So, die wochenlangen Reisevorbereitungen sind nun abgeschlossen. Ganz anders als bei 'normalen' Reisen ins europäische Ausland, gab es bei der Vorbeitung für die nach Sri Lanka einiges zu beachten und zu besorgen. Fangen wir bei den Impfungen an: Nun ja, da Deutschland zwar eins der wenigen Länder ist, in denen es keine Tollwut mehr gibt, war es auch nicht einfach an den Impfstoff für eine solche ranzukommen, da dieser hierzulande knapp ist. Mein Arzt, der u.a auf Tropenmedizin spezialisiert ist, hat mir zu solch einer Impfung geraten, da die vielen Straßenhunde in Sri Lanka Tollwut verbreiten und diese ohne eine Impfung und nicht ausreichender Versorgung vor Ort innerhalb kürzester Zeit tödlich sein kann. Also wurde ich neben Polio, Diptherie (Aufrischung), Hepatitis A und Typus (Tabletten) auch gegen Tollwut geimpft (der Tollwut Impstoff wurde mir in drei Dosen gespritzt, je eine wöchentlich, der Arm tat danach ganz schön weh!). Den Impfstoff und die Typus-Tabletten sowie die Malaria Prophylaxe bekam ich zum Glück von meiner Krankenkasse erstattet, denn die Summe belief sich auf stolze 330 Euro! Mein Rat an dieser Stelle; unbedingt rechtzeitig mit dem Impfen beginnen, da dies mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann. Ich habe bereits sechs Wochen vor Reisebeginn angefangen. Neben den notwendigen Impfungen, die für diese Region meiner Meinung nach unerlässlich sind, sollte man seine Reiseapotheke nicht vernachlässigen. Neben Pflastern und Desinfektion haben wir aber auch Mückenschutz, Fenstil, Elektrolyte (Glukosemischung bei Durchfall), Imodium, Nasenspray, Lutschtabletten gegen Halsschmerzen und Cremes zur Wundheilung mitgenommen. Und natürlich jede Menge Sonnencreme, da diese in Sri Lanka wohl recht teuer sein soll. So, das war nun der 'leichte' Teil. Was das Packen angeht, so habe ich mal wieder etwas länger gebraucht, denn bei über 30 Grad (aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit um die 80-90% gefühlt wie 40 Grad!) musste einiges an Wechselkleidung mit. Da wir vorhaben viele Tempel zu besichtigen, musste aber auch etwas 'züchtigere' Kleidung mit. Auch das Bergland möchten wir bereisen, daher habe ich auch ein paar wärme Sachen eingepackt, wobei es sich jedoch auf ein paar Pullis und Strickjacken beschränkt hat. ;-) Man gut, dass wir jeder 30 Kilo mitnehmen dürfen! Also, alles rein was mit muss: Tops, T-shirts, Kleider, Röcke, Blusen, Bikinis, Hosen, Laufsachen,Taucherbrille, Schnorchel, Kabel, Bücher, Zeitschriften, Taschen, Kosmetikkram, Schuhe und und und. Als ich dann meinen Koffer gewogen habe, kam dennoch nur 23 Kilo bei raus. Mehr musste einfach nicht mit ;-).
Aber manchmal muss man halt die kleinen liebenswerten Frauenklischees bedienen. Auf geht's, Sri Lanka wir kommen!

Sonntag, 5. Januar 2014

Reisevorbereitung für Sri Lanka

Das nächste Reiseziel steht nun fest. Ende März/April wollen wir nach Sri Lanka. Mein erster Urlaub in Asien und ich bin schon sehr gespannt. Anders als Urlaube in Europa, muss man für die Reise in dieses Land einiges beachten. Angefangen vom Beantragen eines Reisepasses bis hin zu notwendigen Impfungen. Die Checkliste wird entsprechend lang sein. Aber genau das macht solche Urlaube ja so spannend! 

Jetzt heißt es erst einmal: Reiseführer studieren, einen neuen Reispass beantragen und Blogs lesen. Dann muss der richtige Ort ausgewählt werden und der Abenteuerurlaub gebucht werden. Also, es gibt viel zu tun. 
Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude!


Über den nigelnagelneuen Reiseführer von Marco Polo habe ich mich riesig gefreut! Es ist die 11. Auflage und noch druckfrisch aus 2014.

Samstag, 28. September 2013

Die Inseltour

Abfahrt in Playa del Inglés

Da wir ja auch schließlich etwas von der Insel sehen und erfahren wollen, haben wir uns dazu entschlossen eine organisierte Inseltour (mit Turismat) mitzumachen. So ging es also morgens um 9h mit einem großen Bus (ach ja wie herrlich klischeehaft) los. Abfahrt ist in unserem Urlaubsort Playa del Inglés gewesen. Die Reiseführerin berichtete in drei Sprachen über alle Details der Insel. Und ich muss wirklich sagen, dass sie das sehr gut gemacht hat. Wir fuhren dann vom Süden Gran Canarias gen Norden, an dem Örtchen Agüimes vorbei, bis hin nach Guayadeque, unserem ersten Zwischenstopp. 


Barranco de Guayadeque

Der Barranco de Guayadeque ist eine der steilsten Schluchten der Insel und befindet sich in dem Naturschutz.gebiet Ingenio. Das besondere daran sind die vielen Höhlen, die nicht nur von den Altkanarieren (Guanchen) bewohnt wurden, sondern auch noch heute das Zuhause von über 70 Menschen ist.



Seit einigen Jahrzehnten gibt es sogar Strom in den Höhlen und die Kinder fahren mit dem Auto in die nächstgelegene Stadt zur Schule. Wider Erwarten trafen wir in diesen Wohnhöhlen ganz "normale" Menschen und keine urmenschartigen Wesen. ;-) 



Die von uns besichtigte 1-Zimmer Höhle wurde von einer älteren Dame bewohnt. Ihr Zimmer war mit massiven Holzmöbeln,einem Flachbildfernseher und vielen vielen Fotografien ihrer Familie eingerichtet. Nur der tägliche Weg zur Höhle erschien uns etwas beschwerlich, aber auch irgendwie faszinierend!



Pico de Bandama

Weiter ging es dann zum ersten Vulkankrater Caldera de Bandama. Dem daran angrenzenden 574m hoch gelegenen Pico de Bandama hat man wirklich einen schönen Blick auf den Nordosten Gran Canarias sowie Las Palmas. 



Der Kraterrand hat einen Durchmesser von 1000 m. Er ist somit der größte des Archipels Gran Canaria. 



Auf Gran Canaria wohnen sie nicht nur in Höhlen, sondern auch in 200 m Tiefe im Krater! In diesem Krater von Bandama wohnt nämlich der 70-jährige Augustin. Der sich komplett selbst versorgt und nur für Kaffee seinen Eseln zäumt und den Krater gen Stadt hoch wandert. Unglaublich...


Weiterfahrt nach Arucas und der Besuch in der Rumdestillerie Arehucas

Dann ging es weiter durch Telde, die zweitgrößte Stadt Gran Canarias, an der Hauptstadt Las Palmas vorbei, die mittlerweile 600.000 Einwohner hat. Von außen erstrecken sich um Las Palmas leider viele Bausünden und nicht ganz so schöne Hotelbauten. Die Innenstadt haben wir während unseres Aufenthaltes nicht besucht. 



Imposant war auch die einzige Kirche im Neugotischen Stil in Arucas. 


Beim nächsten Besuch werde ich mir diese auf jeden Fall genauer ansehen. Bei jedoch nur einer Woche Aufenthalt mussten wir aber selektieren, was wir uns ansehen und was nicht. 

Dann kamen wir in der Rumdestillerie Arehucas an. Man kann sich die Fabrik und die Lagerung der 5000 amerikanischen Eichenholzfässer ansehen. Ein Museum und Führungen gab es aber nicht. Nichtsdestotrotz war der Anblick der vielen Fässer schon beeindruckend. 



Charmant fand ich auch, dass alle Fässer von Privatpersonen beschriftet wurden. Das machte das Meer aus Fässern irgendwie spannend. 





Nachdem wir die Fässer eingehend bestaunt hatten, ging es weiter in den Verkauf. Dort standen zuallererst die verschieden Rumsorten auf einem Tresen, daneben die sogenannten "Chupitos", kleine Plastikschnapsgläser aus denen man sich einfach frei bedienen konnte. So was gibt es auch nur in Spanien! Damit wir auch nicht die falsche Rumwahl trafen, testeten wir uns also durch den Bananen-, Honig, Pfefferminz-,  3-jährigen und 6-jährigen Rum...



Nun ja, schließlich habe wir uns dann doch für einen Mix der verschiedenen Rumsorten entschieden. ;-)



Über diese rumigen Mitbringsel darf sich jetzt die Famile freuen. 


Pilgerstadt Teror 

Dann hielten wir in der kleinen Stadt Teror, wo wir die Basilica del Pino, eine niedliche kleine Kirche, besuchten. 



Bei einem kleinen Spaziergang erhielten wir noch ein paar Infos zur Flora und Fauna und zur Stadt allgemein. 



Die Stadtfarben Grün, Weiß und Gelb findet man auch auf den Mineralwasserflaschen, da in dem Ort eine Quelle ist, mit der die ganze Insel mit Trinkwasser versorgt wird. 



Von Ficus bis Drachbäumen und Californischen Palmen war alles in dem kleinen Örtchen vorhanden. 



Vorbei am Plaza de Las mujeres. Dann ging es in die unzähligen Souvenirläden, wo ich eine "Tara" Figur erstand, die eine altkanarische Göttin symbolisiert. Macht sich bestimmt gut im heimischen Regal. ;-)



Mittagspause in Los Corrales (El balcón de Zamora)
Etwas ausgehungert steuerten wir dann den Ort Los Corrales an wo wir in dem Restaurant El balcón de Zamora ein Menú del Día mit frischem Fisch und einheimischer Nachspeise (Gofio) verputzten. 



Die Aussicht war grandios!



Cruz de Tejeda

Und dann begann das eigentliche Highlight: die Fahrt die Berge hinauf! Der Busfahrer rangierte sein Fahrzeug sehr gekonnt die schmalen Serpentinen hoch. Der Ausblick war sehr imposant und dem  einen oder anderen wurde schon etwas mulmig bei diesen Höhenmetern. 




Am Cruz de Tejeda, in 1500m Höhe machten wir dann einen Fotostopp, der sich auf jeden Fall gelohnt hat!



Blick auf den "Mönch".

Auch da durfte natürlich ein kleiner Marktstand nicht fehlen. Der kanarischen Spezialität Queso de Flor (Ziegen-, Kuh-, Schafskäse mit einem Schuss Artischokensaft aus Guía, der in Höhlen gelagert wird) konnten wir nicht widerstehen. 

El Chorrillo, Roque Nublo, Pico de las Nieves

Immer weiter und höher an den bekannten Bergen der Insel vorbei. 


Roque Nublo




Pico de Las Nieves, höhster Berg auf Gran Canaria, 1949m. 

Aussichtspunkt: San Bartolomé de Tirajana

Die Tour neigte sich dem Ende zu. Den letzten Stopp machten wir im El Mirador de Tunte wo wir das Glück hatten einen ganzen Regenbogen zu sehen!





Wie passend. Ab nach Hause, noch die Carretera von Fataga runter. 

Fataga

Sehr gut hat mir die Rückfahrt über Fataga, die Schlucht der Palmen gefallen. Dort hat man neben den Phönixpalmen auch verschiedene Obstbäume wie Papaya, Mango, Avocados, und Mandel und den Canyon von Gran Canaria sehen können. Auch die vielen Kakteen mit ihren roten Feigen sahen wirklich toll aus und tragen noch mehr zum Wüstenflair der Insel bei.

Allem in allem hat sich die Tour wirklich gelohnt.

Mittwoch, 25. September 2013

Den Süden von Gran Canaria entdecken


Gran Canaria ist vielfältig: Die Insel besteht nämlich aus drei Vegetationszonen. Der Norden bis ins Landesinnere ist tropisch bis subtropisch, der Süden hingegen eine Wüstenzone. Und die haben wir in den letzten Tagen erkundet. ;-) 

Playa del Inglés und San Augustin
Angefangen mit Playa del Inglés und San Augustin, zwei Orten, die dicht beieinander liegen und durch eine schöne Strandpromende verbunden sind. Den krönenden Abschluss bildet schließlich ein Shopping Center mit vielen kleinen Restaurants, Cafés, Souvenir- und Handwerksläden, die bis spät abends geöffnet haben. 



Also wahrhaftig ein "lugar para Disfrutar", ein Ort zum Genießen. 

 
Unterhalb der Promenade befindet sich der kilometerlange Sandstrand, der auf jeden Fall durch seinen feinen Lavasand in jedem Reiseführer einen Bonuspunkt erhält, lädt zum Relaxen und vorallem zum Baden ein. Auch Ende September hat der Atlantik immer noch die perfekte Badetemperatur und durch die angelegten Wellenbrecher sind diese auch nicht zu hoch. 

Was auf keinen Fall fehlen darf ist Sonnencreme für Körper und auch Lippen, denn manch einer unterschätzt die Sonne durch den angenehmen Wind, der stetig für etwas Abkühlung sorgt. 

Also, der pintalabios wurde mit auf Tour genommen. ;-) 


Happy war ich auch, als ich meine lang vermisste Horchata, eine Erdmandelmilch aus Valencia, im Supermarkt gefunden habe, die ich während meines Auslandstudiums in Madrid kennen- und lieben gelernt habe ;-)


Die Dünen von Maspalomas 
Nach einem Aklimatisierungstag am Stand haben wir uns schließlich auf den Weg gen Dünen von Maspalomas gemacht. Wanderdünen aus Saharasand, die sich an Playa del Inglés anschließen und über 6 Kilometer lang und sehr beeindruckend sind. 




Mit ausreichend Mineralwasser bewaffnet sind wir dann am Meer und den Dünen entlang zum nächsten Ort Melonares spaziert. Etwas ruhiger und gehobener als Playa del Inglés. 




Beim verdienten Menú del Día nach 8 Kilometer Fußmarsch ließen wir uns Gazpacho und gegrillte Sardinen schmecken. Dann ging es weiter zum Punta Mujeres, der Frauen(treff)punkt, wo wir schließlich mit einem riesigen Shopping Center belohnt und schließlich auch fündig wurden. ;-)
 

Voll bepackt und leicht erschöpft nahmen wir einfach einTaxi für nur wenig Geld wieder zurück ins Hotel. So lässt es sich auf jeden Fall gut aushalten ;-). 

Tja und da man sich ja bekanntlich nach einem guten Essen bewegen soll, kamen wir natürlich nicht drumrum uns einen wunderschönen Sonnenuntergang anzusehen und den Abend mit kanarischem Wein ausklingen zu lassen. 



Mercadillo in San Fernando
Mittwoch- und Samstagvormittag ist Mercadillo, Wochenmarkt in San Fernando, einer kleinen Stadt nordwestlich von Playa del Inglés, in der hauptsächlich Einheimische wohnen. Wir haben uns zu Fuß auf den Weg gemacht:




Der Wochenmarkt ist recht groß und von Gewürzen über Kleider und Taschen war alles zu finden. Die Preise sind jedoch recht hoch, da das Unwissen der Touristen ausgenutzt wird. Das ein oder andere Schmuckstück findet man aber alle Male. So wird unter anderem wirklich schöne Handwerkskunst aus Lavagestein und Olivin, einem Edelstein, den es nur auf den Kanaren gibt, angeboten. 


Da unsere Shoppinglust und auch der Hunger noch nicht gestillt waren, ging es dann noch mal in ein Center, in dem wir dann auch endlich Churros fanden. Schmalzgebäck mit dickflüssiger Schokolade. Diese Spezialität hat ihren Ursprung in Madrid und ist auch leider nur den Spaniern vorbehalten. ;-)


Gestärkt ging es dann in den Supermarkt Hyper Dino wo wir uns ganz den vielen Ofertas und dem riesigen Angebot an kanarischen Lebensmitteln hingaben. 


Insbesondere der Wein hatte es und angetan, da dieser um einiges günstiger war als in unserem Touristenort. Ganz zu schweigen von den Preisen im Hotel. 

Die ersten Mitbringsel sind also gesichert und wir können an Pool entspannen und uns vom vielen Shoppen "erholen".