Dann wurden wir zu einem Motorboot gebracht, in dem schon der nächste Einheimische auf uns wartete. Und dann ging die Bootstour los. Der Bootsfahrer erklärte uns in einer Mischerung aus Deutsch und Englisch die Besonder- und Eigenheiten des Flusses und seiner Bewohner. Bereits nach wenigen Minuten fuhr er ganz dicht ans Ufer, um uns einen Waran zu zeigen, der sich gerade auf einem Palmenast sonnte. Und weiter ging es an Villen und Hotels vorbei, unter der ältesten Brücke des Landes, die die Engländer vor über 130 Jahren gebaut hatten, bis ihn zu den Mangroven. Die haben uns echt begeistert. Diese Magroven bestehen aus Bäumen und Sträuchen, die sich an die Lebensbedingungen der Meeresküsten und Flussmündungen angepasst haben, also auch Salzwasser vertragen. Sie bilden quasi eigene kleine Inseln und Küstenabschnitte, denn durch ihre Wurzeln entstehen immer neue Stämme. Das ganze sieht ziemlich abgefahren aus. Unsere Fahrer spannte kurzer Hand das Dach des Bootes ab und fuhr mit uns durch die Mangroven hindurch. Wir fühlten uns wie im tiefsten Urwald und sahen auch einige seltene Vogelarten. Aus den Mangroven heraus, steuerte unser Fahrer gezielt einen kleinen Steg auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses an, der an dieser Stelle so groß war, dass man eher von einem See, als einem Fluss sprechen müsste. Dort wartete bereits ein Einheimischer auf uns, der ein kleines Krokodil in Der Hand hielt. Er kam zu uns ins Boot und wir durften es halten. Gerade mal fünf Monate war das kleine Krokodil-Baby alt und beeindruckte uns dennoch schon enorm. Es war etwas kalt und trotz der Lederhaut merkte man wie es atmet.
Wir gaben dem Krokodilfänger ein kleines Trinkgeld (was auch so erwartet wurde und für uns auch in Ordnung war). Weiter ging es, den Fluss hinunter. Nach kurzer Zeit hielten wir erneut und wurden von einer singhalesischen Frau im bunten Gewand empfangen, die uns aus dem Boot half und uns stolz ihren Garten zeigte, einfach so. Wir waren total überrascht, dass eine Fluss-Safari auch das Kennenlernen der Menschen, die an dem Ufer des Bentota River leben, umfasste. Sie zeigte uns alles, vom Mangobaum, Ingwer-Gewächsen und Zimt-Bäumchen bis hin zu Orchideen und Kokosnuss-Kunst (u.a Beetbegrenzungen, Blumentöpfe, Seile). Aber auch an wunderschön blühenden Papageienblumen, die es bei uns nur Blumenläden zu ziemlichen hohen Preisen gibt, mangelte es nicht. Am Ende des kleinen Rundgangs, gelangten wir in den kleinen Laden ihres Mannes, der selbst geschnitzte singhalesischen Ritualmasken herstellte und verkaufte. Von Balsa-, Kokosnuss- aber auch Mahagoni-, Teak- und Ebenholz (die drei letzten sollte man jedoch als Tourist lieber nicht exportieren, da diese Holze beim Zoll ausfuhrbeschränkt sind!) hatte er alles auf Lager und daraus neben den Masken auch Buddahfiguren in allen Größen geschnitzt. Wir konnten (und sollten sicherlich auch nicht ;-) nicht widerstehen und kauften uns eine "Schlangenmaske", die laut buddhistischer Sage beschützen soll. Sie wird als Mitbringsel an unserer Wand Zuhause hängen ;-). Dann gab es noch eine Königskokosnuss mit Stohhalm auf die Hand, den kühlen Saft konnten wir dann auf der Rückfahrt genießen. Weitere Bilder folgen noch, da wir nur ein Paar mit dem Handy geschossen haben, unter anderem diesen Schnappschuss:





















