Donnerstag, 20. März 2014

Ankunft in Sri Lanka

Nach weiteren 4 Stunden Flug und wenig Schlaf landeten wir um 7.30 Uhr Ortzeit in Colombo. Auch die Einreise verlief einwandfrei. Unser Visum, welches wir zuvor online beantragt hatten, wollte irgendwie keiner sehen, anstattdessen benügte man sich mit dem Zettelchen, den wir im Flieger ausfüllen mussten. Sehr nett und modern fand ich, dass uns bei der Passkontrolle eine Handy SIM Karte mit einem Startguthaben von 50 Rupien (25ct) von der Einwanderungsbehörde geschenkt wurde! Mal sehen, ob wir die Karte nutzen und aufladen werden.
Nach dem wir etwas länger am Gepäckband auf unsere Koffer warten mussten, gelangten wir durch eine Art Elektroladen (wer in aller Welt kauft bitte Kühlschränke am Flughafen?) in die Lobby des Flughafens. Hier wehte uns ein angenehmer Duft von Räucherstäbchen in die Nase, der uns noch mehr in Urlaubsstimmung versetzte. Wir tauschten noch schnell einen Teil unserer Euros um und wurden dann auch schon von unserem deutschsprachigen Reiseleiter Silwa abgeholt und zum Shuttle Bus gebracht.



Die Koffer wurden auf den Rückbänken verstaut und los ging die Fahrt. Die Strickjacke, die ich mir beim Verlassen des Flughafens vom Leib gerissen hatte, da mir eine Temperatur von über 30 Grad entgegen schlug, zog ich in dem auf gefühlte 15 Grad herunter gekühlten Wagen schnell wieder an ;-)

Unser Reiseführer entpuppte sich als wandelndes Lexikon, denn er erzählte und erklärte uns während der Fahrt bereits so einiges über Sri Lanka und seine Sehenswürdigkeiten. Der Bus kämpfte sich durch den wuseligen Linksverkehr der Küstenstädte wie Beruwala und Kalutara. Wir sahen bereits viele Tempel und bestaunten die grüne Tropenlandschaft. Wie die Einheimischen hausten, in ihren Hütten an den Straßen, Obst verkaufend und Tuktuk fahrend erstaunte uns jedoch noch mehr. Man hatte ja schon viel in Dokus gesehen und gelesen, aber so eine Lebensweise selbst zu sehen und erleben, ist doch was völlig anderes. 

 
 Fahrt vom Flughafen zum Hotel

Sri Lanka zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und lebt hauptsächlich vom Export von u. a. Kautschuk, Tee und Gewürzen aber auch vom Tourismus. Man wird als Tourist nicht drumrum kommen, sich beim Anblick der Hütten etwas schlecht zu fühlen und spätestens, wenn man in seinen Hotel angekommen ist, erscheint die Spanne zwischen Einheimischen und einem selbst riesig. Man kann es letztendlich nur hinnehmen und dankbar sein, dass es einem so gut geht. Die Menschen sind trotz dieser Umstände sehr sehr zuvorkommend und hilfsbereit. Als wir gegen 12 Uhr in unserem Hotel "The Surf" in Bentota (Westküste) ankamen, wurde uns die Tür aufgehalten, die Koffer abgenommen und ein kühler hausgemachter Eistee gereicht. Auch die Dame an der Rezeption war so nett, dass man sie am liebsten in den Arm genommen hätte. Ich brauchte erst mal ein paar Minuten, bis ich mich etwas ordnen konnte und die ganzen neuen Eindrücke etwas verarbeitet hatte. Wir mussten uns noch etwas gedulden, bis wir unser Zimmer beziehen konnten und machten es uns in der Hotel Lounge gemütlich - und siehe da, es gab funktionierendes WLAN! Einfach so! Wir waren nicht nur von dem Hotel sehr angetan, welches einen authentischen singhalesischen Charme versprühte, sondern auch von dieser kleinen technischen Errungenschaft!

 Hotel Lounge

Lange hielt es uns nicht auf den Sofas, denn nach so einem langen Flug und dem vielen Sitzen, hatten wir den Drang uns die Beine zu vertreten. Wir erkundeten unsere Hotelumgebung und den Strand auf den man direkt hinausfiel. Die Hotelanlage ist ein Traum! Nicht zu groß und nicht zu klein, mit 100 Meter Pool, kleinem Pool, Spa für Ayurveda und jede Menge Strand!



Früher als geplant konnten wir dann unser Zimmer beziehen. 'Leider' gab es keine Superior Zimmer mehr, daher bekamen wir ein Deluxe Zimmer ohne Aufpreis! Und Deluxe ist das Zimmer alle Male! Geräumig, elegant und mit direktem Blick aufs Meer! Auch sehr Deluxe finde ich die WLAN Verbindung auf dem Zimmer! Welch Luxus :-D



Nachdem wir unsere Sachen verstaut hatten und unseren Jetlag mit einem kleinen Powernap etwas verbessert hatten, trafen wir uns mit Silwa, dem Reiseführer und handelten mit ihm einige Fahrten aus, die wir in den nächsten Tagen unternehmen werden: Eine Bootstour auf dem Bentota River mit Besichtigung eines Tempels, eine Fahrt in den Süden nach Galle, auf der wir uns neben der Schildkröten Farm auch die Mondstein Mine ansehen werden. Auch eine Zweitagestour ins Bergland nach Kandy werden wir unternehmen und uns dort den Zahntempel, die unzähligen Plantagen und das Elefantenweisenhaus ansehen. Und das ist alles nur grob umschrieben, denn uns erwartet noch viel mehr. Ich bin ganz froh, dass wir einen offiziellen Reiseführer gefunden haben, über den man Ausflüge zu erschwinglichen Preisen buchen kann und dass wir uns keine Beach Boys suchen mussten, die einen durch die Gegend fahren.

Dieser erlebnisreiche Tag wurde dann noch mit einem unglaublich leckeren Abendessen abgeschlossen! Es gab Curry Gerichte in all seinen Formen. Besonders lecker fand ich das Kokos Sambal, welches aus Kokusflocken und Chili bestand, aber auch das Mango Curry war echt lecker. Sowohl mit dem Reiseland als auch mit unserer Hotelauswahl bin ich mehr als zufrieden und sehr gespannt auf die Ausflüge! Also dann Ayubowan (Begrüßung und Abschiedswort auf Singhalesisch, so etwas wie 'gesegneten Weg').




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