Abfahrt in Playa del Inglés
Da wir ja auch schließlich etwas von der Insel sehen und erfahren wollen, haben wir uns dazu entschlossen eine organisierte Inseltour (mit Turismat) mitzumachen. So ging es also morgens um 9h mit einem großen Bus (ach ja wie herrlich klischeehaft) los. Abfahrt ist in unserem Urlaubsort Playa del Inglés gewesen. Die Reiseführerin berichtete in drei Sprachen über alle Details der Insel. Und ich muss wirklich sagen, dass sie das sehr gut gemacht hat. Wir fuhren dann vom Süden Gran Canarias gen Norden, an dem Örtchen Agüimes vorbei, bis hin nach Guayadeque, unserem ersten Zwischenstopp.Barranco de Guayadeque
Der Barranco de Guayadeque ist eine der steilsten Schluchten der Insel und befindet sich in dem Naturschutz.gebiet Ingenio. Das besondere daran sind die vielen Höhlen, die nicht nur von den Altkanarieren (Guanchen) bewohnt wurden, sondern auch noch heute das Zuhause von über 70 Menschen ist.
Seit einigen Jahrzehnten gibt es sogar Strom in den Höhlen und die Kinder fahren mit dem Auto in die nächstgelegene Stadt zur Schule. Wider Erwarten trafen wir in diesen Wohnhöhlen ganz "normale" Menschen und keine urmenschartigen Wesen. ;-)
Die von uns besichtigte 1-Zimmer Höhle wurde von einer älteren Dame bewohnt. Ihr Zimmer war mit massiven Holzmöbeln,einem Flachbildfernseher und vielen vielen Fotografien ihrer Familie eingerichtet. Nur der tägliche Weg zur Höhle erschien uns etwas beschwerlich, aber auch irgendwie faszinierend!
Pico de Bandama
Weiter ging es dann zum ersten Vulkankrater Caldera de Bandama. Dem daran angrenzenden 574m hoch gelegenen Pico de Bandama hat man wirklich einen schönen Blick auf den Nordosten Gran Canarias sowie Las Palmas.
Der Kraterrand hat einen Durchmesser von 1000 m. Er ist somit der größte des Archipels Gran Canaria.
Auf Gran Canaria wohnen sie nicht nur in Höhlen, sondern auch in 200 m Tiefe im Krater! In diesem Krater von Bandama wohnt nämlich der 70-jährige Augustin. Der sich komplett selbst versorgt und nur für Kaffee seinen Eseln zäumt und den Krater gen Stadt hoch wandert. Unglaublich...
Weiterfahrt nach Arucas und der Besuch in der Rumdestillerie Arehucas
Dann ging es weiter durch Telde, die zweitgrößte Stadt Gran Canarias, an der Hauptstadt Las Palmas vorbei, die mittlerweile 600.000 Einwohner hat. Von außen erstrecken sich um Las Palmas leider viele Bausünden und nicht ganz so schöne Hotelbauten. Die Innenstadt haben wir während unseres Aufenthaltes nicht besucht.
Imposant war auch die einzige Kirche im Neugotischen Stil in Arucas.
Beim nächsten Besuch werde ich mir diese auf jeden Fall genauer ansehen. Bei jedoch nur einer Woche Aufenthalt mussten wir aber selektieren, was wir uns ansehen und was nicht.
Dann kamen wir in der Rumdestillerie Arehucas an. Man kann sich die Fabrik und die Lagerung der 5000 amerikanischen Eichenholzfässer ansehen. Ein Museum und Führungen gab es aber nicht. Nichtsdestotrotz war der Anblick der vielen Fässer schon beeindruckend.
Charmant fand ich auch, dass alle Fässer von Privatpersonen beschriftet wurden. Das machte das Meer aus Fässern irgendwie spannend.
Nachdem wir die Fässer eingehend bestaunt hatten, ging es weiter in den Verkauf. Dort standen zuallererst die verschieden Rumsorten auf einem Tresen, daneben die sogenannten "Chupitos", kleine Plastikschnapsgläser aus denen man sich einfach frei bedienen konnte. So was gibt es auch nur in Spanien! Damit wir auch nicht die falsche Rumwahl trafen, testeten wir uns also durch den Bananen-, Honig, Pfefferminz-, 3-jährigen und 6-jährigen Rum...
Nun ja, schließlich habe wir uns dann doch für einen Mix der verschiedenen Rumsorten entschieden. ;-)
Über diese rumigen Mitbringsel darf sich jetzt die Famile freuen.
Pilgerstadt Teror
Dann hielten wir in der kleinen Stadt Teror, wo wir die Basilica del Pino, eine niedliche kleine Kirche, besuchten.
Bei einem kleinen Spaziergang erhielten wir noch ein paar Infos zur Flora und Fauna und zur Stadt allgemein.
Vorbei am Plaza de Las mujeres. Dann ging es in die unzähligen Souvenirläden, wo ich eine "Tara" Figur erstand, die eine altkanarische Göttin symbolisiert. Macht sich bestimmt gut im heimischen Regal. ;-)
Mittagspause in Los Corrales (El balcón de Zamora)
Etwas ausgehungert steuerten wir dann den Ort Los Corrales an wo wir in dem Restaurant El balcón de Zamora ein Menú del Día mit frischem Fisch und einheimischer Nachspeise (Gofio) verputzten.
Die Aussicht war grandios!
Cruz de Tejeda
Und dann begann das eigentliche Highlight: die Fahrt die Berge hinauf! Der Busfahrer rangierte sein Fahrzeug sehr gekonnt die schmalen Serpentinen hoch. Der Ausblick war sehr imposant und dem einen oder anderen wurde schon etwas mulmig bei diesen Höhenmetern.
Am Cruz de Tejeda, in 1500m Höhe machten wir dann einen Fotostopp, der sich auf jeden Fall gelohnt hat!
Auch da durfte natürlich ein kleiner Marktstand nicht fehlen. Der kanarischen Spezialität Queso de Flor (Ziegen-, Kuh-, Schafskäse mit einem Schuss Artischokensaft aus Guía, der in Höhlen gelagert wird) konnten wir nicht widerstehen.
El Chorrillo, Roque Nublo, Pico de las Nieves
Immer weiter und höher an den bekannten Bergen der Insel vorbei.
Aussichtspunkt: San Bartolomé de Tirajana
Die Tour neigte sich dem Ende zu. Den letzten Stopp machten wir im El Mirador de Tunte wo wir das Glück hatten einen ganzen Regenbogen zu sehen!
Fataga
Sehr gut hat mir die Rückfahrt über Fataga, die Schlucht der Palmen gefallen. Dort hat man neben den Phönixpalmen auch verschiedene Obstbäume wie Papaya, Mango, Avocados, und Mandel und den Canyon von Gran Canaria sehen können. Auch die vielen Kakteen mit ihren roten Feigen sahen wirklich toll aus und tragen noch mehr zum Wüstenflair der Insel bei.
Allem in allem hat sich die Tour wirklich gelohnt.






















































