Samstag, 28. September 2013

Die Inseltour

Abfahrt in Playa del Inglés

Da wir ja auch schließlich etwas von der Insel sehen und erfahren wollen, haben wir uns dazu entschlossen eine organisierte Inseltour (mit Turismat) mitzumachen. So ging es also morgens um 9h mit einem großen Bus (ach ja wie herrlich klischeehaft) los. Abfahrt ist in unserem Urlaubsort Playa del Inglés gewesen. Die Reiseführerin berichtete in drei Sprachen über alle Details der Insel. Und ich muss wirklich sagen, dass sie das sehr gut gemacht hat. Wir fuhren dann vom Süden Gran Canarias gen Norden, an dem Örtchen Agüimes vorbei, bis hin nach Guayadeque, unserem ersten Zwischenstopp. 


Barranco de Guayadeque

Der Barranco de Guayadeque ist eine der steilsten Schluchten der Insel und befindet sich in dem Naturschutz.gebiet Ingenio. Das besondere daran sind die vielen Höhlen, die nicht nur von den Altkanarieren (Guanchen) bewohnt wurden, sondern auch noch heute das Zuhause von über 70 Menschen ist.



Seit einigen Jahrzehnten gibt es sogar Strom in den Höhlen und die Kinder fahren mit dem Auto in die nächstgelegene Stadt zur Schule. Wider Erwarten trafen wir in diesen Wohnhöhlen ganz "normale" Menschen und keine urmenschartigen Wesen. ;-) 



Die von uns besichtigte 1-Zimmer Höhle wurde von einer älteren Dame bewohnt. Ihr Zimmer war mit massiven Holzmöbeln,einem Flachbildfernseher und vielen vielen Fotografien ihrer Familie eingerichtet. Nur der tägliche Weg zur Höhle erschien uns etwas beschwerlich, aber auch irgendwie faszinierend!



Pico de Bandama

Weiter ging es dann zum ersten Vulkankrater Caldera de Bandama. Dem daran angrenzenden 574m hoch gelegenen Pico de Bandama hat man wirklich einen schönen Blick auf den Nordosten Gran Canarias sowie Las Palmas. 



Der Kraterrand hat einen Durchmesser von 1000 m. Er ist somit der größte des Archipels Gran Canaria. 



Auf Gran Canaria wohnen sie nicht nur in Höhlen, sondern auch in 200 m Tiefe im Krater! In diesem Krater von Bandama wohnt nämlich der 70-jährige Augustin. Der sich komplett selbst versorgt und nur für Kaffee seinen Eseln zäumt und den Krater gen Stadt hoch wandert. Unglaublich...


Weiterfahrt nach Arucas und der Besuch in der Rumdestillerie Arehucas

Dann ging es weiter durch Telde, die zweitgrößte Stadt Gran Canarias, an der Hauptstadt Las Palmas vorbei, die mittlerweile 600.000 Einwohner hat. Von außen erstrecken sich um Las Palmas leider viele Bausünden und nicht ganz so schöne Hotelbauten. Die Innenstadt haben wir während unseres Aufenthaltes nicht besucht. 



Imposant war auch die einzige Kirche im Neugotischen Stil in Arucas. 


Beim nächsten Besuch werde ich mir diese auf jeden Fall genauer ansehen. Bei jedoch nur einer Woche Aufenthalt mussten wir aber selektieren, was wir uns ansehen und was nicht. 

Dann kamen wir in der Rumdestillerie Arehucas an. Man kann sich die Fabrik und die Lagerung der 5000 amerikanischen Eichenholzfässer ansehen. Ein Museum und Führungen gab es aber nicht. Nichtsdestotrotz war der Anblick der vielen Fässer schon beeindruckend. 



Charmant fand ich auch, dass alle Fässer von Privatpersonen beschriftet wurden. Das machte das Meer aus Fässern irgendwie spannend. 





Nachdem wir die Fässer eingehend bestaunt hatten, ging es weiter in den Verkauf. Dort standen zuallererst die verschieden Rumsorten auf einem Tresen, daneben die sogenannten "Chupitos", kleine Plastikschnapsgläser aus denen man sich einfach frei bedienen konnte. So was gibt es auch nur in Spanien! Damit wir auch nicht die falsche Rumwahl trafen, testeten wir uns also durch den Bananen-, Honig, Pfefferminz-,  3-jährigen und 6-jährigen Rum...



Nun ja, schließlich habe wir uns dann doch für einen Mix der verschiedenen Rumsorten entschieden. ;-)



Über diese rumigen Mitbringsel darf sich jetzt die Famile freuen. 


Pilgerstadt Teror 

Dann hielten wir in der kleinen Stadt Teror, wo wir die Basilica del Pino, eine niedliche kleine Kirche, besuchten. 



Bei einem kleinen Spaziergang erhielten wir noch ein paar Infos zur Flora und Fauna und zur Stadt allgemein. 



Die Stadtfarben Grün, Weiß und Gelb findet man auch auf den Mineralwasserflaschen, da in dem Ort eine Quelle ist, mit der die ganze Insel mit Trinkwasser versorgt wird. 



Von Ficus bis Drachbäumen und Californischen Palmen war alles in dem kleinen Örtchen vorhanden. 



Vorbei am Plaza de Las mujeres. Dann ging es in die unzähligen Souvenirläden, wo ich eine "Tara" Figur erstand, die eine altkanarische Göttin symbolisiert. Macht sich bestimmt gut im heimischen Regal. ;-)



Mittagspause in Los Corrales (El balcón de Zamora)
Etwas ausgehungert steuerten wir dann den Ort Los Corrales an wo wir in dem Restaurant El balcón de Zamora ein Menú del Día mit frischem Fisch und einheimischer Nachspeise (Gofio) verputzten. 



Die Aussicht war grandios!



Cruz de Tejeda

Und dann begann das eigentliche Highlight: die Fahrt die Berge hinauf! Der Busfahrer rangierte sein Fahrzeug sehr gekonnt die schmalen Serpentinen hoch. Der Ausblick war sehr imposant und dem  einen oder anderen wurde schon etwas mulmig bei diesen Höhenmetern. 




Am Cruz de Tejeda, in 1500m Höhe machten wir dann einen Fotostopp, der sich auf jeden Fall gelohnt hat!



Blick auf den "Mönch".

Auch da durfte natürlich ein kleiner Marktstand nicht fehlen. Der kanarischen Spezialität Queso de Flor (Ziegen-, Kuh-, Schafskäse mit einem Schuss Artischokensaft aus Guía, der in Höhlen gelagert wird) konnten wir nicht widerstehen. 

El Chorrillo, Roque Nublo, Pico de las Nieves

Immer weiter und höher an den bekannten Bergen der Insel vorbei. 


Roque Nublo




Pico de Las Nieves, höhster Berg auf Gran Canaria, 1949m. 

Aussichtspunkt: San Bartolomé de Tirajana

Die Tour neigte sich dem Ende zu. Den letzten Stopp machten wir im El Mirador de Tunte wo wir das Glück hatten einen ganzen Regenbogen zu sehen!





Wie passend. Ab nach Hause, noch die Carretera von Fataga runter. 

Fataga

Sehr gut hat mir die Rückfahrt über Fataga, die Schlucht der Palmen gefallen. Dort hat man neben den Phönixpalmen auch verschiedene Obstbäume wie Papaya, Mango, Avocados, und Mandel und den Canyon von Gran Canaria sehen können. Auch die vielen Kakteen mit ihren roten Feigen sahen wirklich toll aus und tragen noch mehr zum Wüstenflair der Insel bei.

Allem in allem hat sich die Tour wirklich gelohnt.

Mittwoch, 25. September 2013

Den Süden von Gran Canaria entdecken


Gran Canaria ist vielfältig: Die Insel besteht nämlich aus drei Vegetationszonen. Der Norden bis ins Landesinnere ist tropisch bis subtropisch, der Süden hingegen eine Wüstenzone. Und die haben wir in den letzten Tagen erkundet. ;-) 

Playa del Inglés und San Augustin
Angefangen mit Playa del Inglés und San Augustin, zwei Orten, die dicht beieinander liegen und durch eine schöne Strandpromende verbunden sind. Den krönenden Abschluss bildet schließlich ein Shopping Center mit vielen kleinen Restaurants, Cafés, Souvenir- und Handwerksläden, die bis spät abends geöffnet haben. 



Also wahrhaftig ein "lugar para Disfrutar", ein Ort zum Genießen. 

 
Unterhalb der Promenade befindet sich der kilometerlange Sandstrand, der auf jeden Fall durch seinen feinen Lavasand in jedem Reiseführer einen Bonuspunkt erhält, lädt zum Relaxen und vorallem zum Baden ein. Auch Ende September hat der Atlantik immer noch die perfekte Badetemperatur und durch die angelegten Wellenbrecher sind diese auch nicht zu hoch. 

Was auf keinen Fall fehlen darf ist Sonnencreme für Körper und auch Lippen, denn manch einer unterschätzt die Sonne durch den angenehmen Wind, der stetig für etwas Abkühlung sorgt. 

Also, der pintalabios wurde mit auf Tour genommen. ;-) 


Happy war ich auch, als ich meine lang vermisste Horchata, eine Erdmandelmilch aus Valencia, im Supermarkt gefunden habe, die ich während meines Auslandstudiums in Madrid kennen- und lieben gelernt habe ;-)


Die Dünen von Maspalomas 
Nach einem Aklimatisierungstag am Stand haben wir uns schließlich auf den Weg gen Dünen von Maspalomas gemacht. Wanderdünen aus Saharasand, die sich an Playa del Inglés anschließen und über 6 Kilometer lang und sehr beeindruckend sind. 




Mit ausreichend Mineralwasser bewaffnet sind wir dann am Meer und den Dünen entlang zum nächsten Ort Melonares spaziert. Etwas ruhiger und gehobener als Playa del Inglés. 




Beim verdienten Menú del Día nach 8 Kilometer Fußmarsch ließen wir uns Gazpacho und gegrillte Sardinen schmecken. Dann ging es weiter zum Punta Mujeres, der Frauen(treff)punkt, wo wir schließlich mit einem riesigen Shopping Center belohnt und schließlich auch fündig wurden. ;-)
 

Voll bepackt und leicht erschöpft nahmen wir einfach einTaxi für nur wenig Geld wieder zurück ins Hotel. So lässt es sich auf jeden Fall gut aushalten ;-). 

Tja und da man sich ja bekanntlich nach einem guten Essen bewegen soll, kamen wir natürlich nicht drumrum uns einen wunderschönen Sonnenuntergang anzusehen und den Abend mit kanarischem Wein ausklingen zu lassen. 



Mercadillo in San Fernando
Mittwoch- und Samstagvormittag ist Mercadillo, Wochenmarkt in San Fernando, einer kleinen Stadt nordwestlich von Playa del Inglés, in der hauptsächlich Einheimische wohnen. Wir haben uns zu Fuß auf den Weg gemacht:




Der Wochenmarkt ist recht groß und von Gewürzen über Kleider und Taschen war alles zu finden. Die Preise sind jedoch recht hoch, da das Unwissen der Touristen ausgenutzt wird. Das ein oder andere Schmuckstück findet man aber alle Male. So wird unter anderem wirklich schöne Handwerkskunst aus Lavagestein und Olivin, einem Edelstein, den es nur auf den Kanaren gibt, angeboten. 


Da unsere Shoppinglust und auch der Hunger noch nicht gestillt waren, ging es dann noch mal in ein Center, in dem wir dann auch endlich Churros fanden. Schmalzgebäck mit dickflüssiger Schokolade. Diese Spezialität hat ihren Ursprung in Madrid und ist auch leider nur den Spaniern vorbehalten. ;-)


Gestärkt ging es dann in den Supermarkt Hyper Dino wo wir uns ganz den vielen Ofertas und dem riesigen Angebot an kanarischen Lebensmitteln hingaben. 


Insbesondere der Wein hatte es und angetan, da dieser um einiges günstiger war als in unserem Touristenort. Ganz zu schweigen von den Preisen im Hotel. 

Die ersten Mitbringsel sind also gesichert und wir können an Pool entspannen und uns vom vielen Shoppen "erholen". 


Montag, 23. September 2013

So far so good



"Bienvenido a Gran Canaria! Die Temperaturen betragen 27 Grad bei wolkenlosem Himmel." So wird man doch gern vom Captain bei der Landung begrüßt. Nach fast 4000 Km, 2 Stunden Bahn und 5 Stunden Flug sind wir nun endlich im Urlaub angekommen. So far so good!

Nun wurden wir mit dem Shuttel ins Hotel Caserio gebracht. Ein 4 **** Hotel in Playa del Inglés. Eine schöne Anlage, sehr sauber mit freundlichem Personal. Zimmer gut alles gut. 

Mit knurrendem Magen ging es dann an den Strand von Palomas. Kilometerlanger feiner Sandstrand mit schöner Promenade, vielen Restaurants und ausreichend SHOPPING Möglichkeiten liegen vor uns!


Auch über das Hotel Buffet kann man nicht meckern. Die Augen waren aber natürlich größer als der Appetit und so mussten wir wohl oder übel einen "kleinen" Spaziergang am Wasser machen. Da wir drei jedoch keine Orientierungsgenies sind, wurde der Rundgang jedoch etwas länger. ;-)

Den Abend ließen wir mit einem kanarischem Wein ausklingen. Der schmeckt etwas fruchtiger, als die bekannten Riojas, jedoch sehr passend zur Umgebung, wie ich finde. So, morgen geht's dann erstmal an den Strand!
Buenas noche!